USA verlegen 900 Waggons mit Kriegstechnik und 2000 Panzer vor Russlands Grenzen

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Unbeachtet von der deutschen Öffentlichkeit zieht die USA weiter ungestört eine gigantische Streitmacht an den russischen Grenzen zusammen. Wir berichteten erst vor zwei Tagen über die Verlegung des deutschen Panzergrenadierbataillon 122 aus dem bayrischen Oberviechtach nach Litauen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass auf deutschem Boden gerade die größte US-Truppenverlegungsoperation seit 1990 im Gange ist. Bis Weihnachten 2016 sollen 2.000 schwere US-Kampfpanzer sowie Kommandofahrzeuge und über 4.000 Soldaten nach Bremerhaven verschifft werden. Ergänzt wird dieser neuerliche Akt der Aggression gegenüber Russland zudem mit der Verlegung einer kompletten Kampfbrigade der US-Luftwaffe.

Derzeit stehen hunderte Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams der 3. Kampfpanzerbrigadesowie M2 Bradley IFV-Schützenpanzer der 4. Infanteriedivision (Kampfname „Eiserne Brigade“) aus Fort Caston in Colorado im Hafen von Beaumont in Texas und warten auf ihre Verschiffung nach Bremerhaven.

Ihre Ankunft ist für Mitte Januar 2017 geplant. Danach soll die Brigade neben Standorten in Deutschland auch noch auf sechs weitere osteuropäische Länder verteilt werden.

Laut Aussagen der US-Army Europe sollen die zusätzlichen 4.000 Soldaten und 2.000 Panzer ein „Zeichen der Abschreckung und der Verteidigungsfähigkeit“ setzen. Die Eiserne Brigade bezeichnet sich selbst als die „beste gepanzerte Brigade der Welt, ausgebildet und bereit für jeden Kampf“.

Zudem dient die Operation dem Nachweis, dass „die nötige Kampfkraft zur rechten Zeit an den rechten Ort in Europa gebracht“ werden kann, so Oberst Tedd Bertulis, Vize-Logistik-Chef des US-Kommandos in Europa, EuCom, das seinen Sitz in Stuttgart hat.

Für den Transport aller 2.000 Panzer und Kommandofahrzeuge ist nach ihrer Ankunft in Bremerhaven nach Schätzung von Bertulis der Einsatz von zirka 40 Güterzügen notwendig. Derzeit werden noch die Kapazitäten der dafür in Frage kommenden Reedereien und Bahnbetreiber geprüft. Laut Informationen der Kieler Nachrichten hat die Reederei Stena Line bereits die Verstärkung der Linie von Travemünde nach Liepaya in Lettland durch zusätzliche Fähren angekündigt. Auch die Reederei DFDS ist bereit, ihre Fährflotte für die Verbindung Kiel-Klaipeda aufzustocken. Als ergänzende Luftunterstützung zu den Panzerbrigaden wird zudem die komplette 10. Luftkampfbrigade aus Fort Drum im Bundestaat New York ins mittelfränkische Illesheim verlegt. Von dort aus soll die Brigade nach Aussagen der US-Army Europe in Osteuropa eingesetzt werden, um die Fähigkeit der Allianz zu stärken, „Aggressionen zurückzuweisen“. Dabei wird insbesondere auf Lettland und Polen verwiesen. Das Leitmotto der Brigade lautet: Fliege zum Ruhm – Gestählt in der Schlacht, immer bereit.

Anscheinend soll Russland nun darauf reagiert haben. Angeblich hat die russische Armee seit Donnerstag begonnen zusätzliche geheime Raketensilos mit modernsten silogestützten Interkontinentalraketen RS-24 “Jars-M” mit Nuklear-Mehrfachsprengköpfen auszustatten, deren primäres Ziel laut Militärexperten die neuen US- und NATO-Kriegsstützpunkte im Baltikum und Polen nahe der russischen Grenze sind. Siehe Video unten:
https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FAugenAuf01%2Fvideos%2F1702110653436061%2F&show_text=0&width=560

Kurze Info: Eine RS-24 “Jars-M” ist moderner und effektiver als die berühmten atomaren Raketen “Topol” und “Topol-M”. Die “Jars” hat eine Reichweite von mindestens 12.000 Kilometern und eine Treffergenauigkeit von unter 200 Metern, was bei 4-8 separaten nuklearen Sprenköpfen und 300 kt atomarer Sprengkraft generell nicht mehr ins Gewicht fällt. Die US-Atombombenschläge auf Hiroshima hatten 13 kt TNT-Sprengkraft und auf Nagasaki in etwa 21 kt.

 

Hier nun ein paar Fotos von der 10. US-Luftwaffenbrigade, die nach Deutschland verlegt wird:

10th Combat Aviation Brigade

10th Combat Aviation Brigade

 

Laut Darlegung des US-Kommandos in Europa ist der rotierende Einsatz der Brigaden auf neun Monate begrenzt. Mit diesem Rotationssystem versucht die NATO, die Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrages auszuhebeln, der eine permanente Stationierung von NATO-Streitkräften auf dem Gebiet Osteuropas ausschließt. Spätestens zu Weihnachten 2017 sollen „Our Boys“ wieder zurück in den USA sein. Allerdings wird dabei immer nur auf das Militärpersonal an sich verwiesen. Die 2.000 Panzer und gepanzerten Fahrzeuge dürften Europa wohl erhalten bleiben, man weiß ja nie, wann der Russe zuschlägt…

Im Rahmen derselben NATO-Operation wird auch die Bundeswehr im Februar nächsten Jahres 500 Soldaten, 20 Schützenpanzer vom Typ Marder und sechs Kampfpanzer Leopard 2 sowie 170 weitere Militärfahrzeugen in Litauen stationieren.

Quellen:

https://www.welt.de/politik/ausland/article160297468/USA-beschleunigen-Truppenstationierung-an-Russlands-Grenzen.html

http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-900-Eisenbahnwaggons-mit-US-Panzern-rollen-nach-Polen;art307853,5742636

https://deutsch.rt.com/international/44309-gegen-russland-usa-verlegen-panzer-deutschland/

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